Mit Hilfe eines von der Laufbahnberatung unabhängig entwickelten Beratungskonzepts soll den Schülern auch bei persönlichen oder schulischen Problemen Hilfestellung geboten werden.

Es ist von einem Lehrerteam entwickelt worden, das sich durch Fortbildungen auf dieses Aufgabenfeld spezialisiert hat. Ein Beratungskonzept für Schüler in Konfliktsituationen basiert auf folgenden Grundsätzen:

  • Beratung meint zum einen Ratschläge, die der Berater einer Rat suchenden Person auf deren freiwilliges Ersuchen hin erteilt.
  • Zum anderen wird unter Beratung das Kritikgespräch verstanden, das ein Lehrer mit einem Schüler im Zusammenhang mit Fehlverhalten führt. Bei dieser Form der Beratung stehen Ratschläge im Vordergrund, die in der Regel den Charakter von Handlungsanweisungen besitzen.
  • Als Drittes ist Beratung als Unterstützung bei schulischen oder privaten Problemen eines Rat suchenden Schülers zu verstehen. Hier erhält Beratung das Verständnis von Begleitung in einem persönlichen Prozess mit aktiver Unterstützung durch den Berater.

Die Beratung bietet Hilfe zur Selbsthilfe durch die Stärkung der Selbstreflexionsfähigkeit und Problemlösungskompetenz des Rat Suchenden.

Beratung kann auch die Vermittlung zu den entsprechenden sozialen Institutionen (dem schulpsychologischen Dienst, dem Arbeitsamt, dem Jugend- und Sozialamt, den Drogenberatungsstellen ...) bedeuten, wobei im Einzelfall auch die Begleitung zu Erstkontakten möglich sein sollte.

Jedes Beratungsgespräch findet unter Zusicherung der Verschwiegenheit im Rahmen eines individuell abgesprochenen Zeitrahmens statt. Das Ergebnis einer Beratung kann nicht von Dritten eingefordert werden, es sei denn, der Rat Suchende entbindet den Beratungslehrer von seiner Schweigepflicht.

Ziel eines jeden Beratungsprozesses ist das gemeinsame Finden einer einvernehmlichen Problemlösung bzw. eines lösungsorientierten Ansatzes.

Als Beratungslehrerinnen stehen zurzeit Petra Haaken und Gabriele Moergel zur Verfügung, daneben hilft die Sozialpädagogin Andrea Hausmann den Schülern in privaten und schulischen Konfliktsituationen.