Eine Skifahrt, die ist lustig oder Matrei – unsere Perle in Osttirol

Unter all den Klassenfahrten genießt die Fahrt nach Matrei in Osttirol mit Sicherheit einen gewissen Sonderstatus. Damals eingeführt von Gerd Carduck, übernahm Mario Kappes vor zwei Jahren das Erbe und hält die nunmehr 15-jährige Tradition am Leben. 40 Schüler unseres Wirtschaftsgymnasiums konnten den Trip durch den Felbertauerntunnel nach Osttirol kaum erwarten und standen am frühen Freitagabend gespannt an der Bushaltestelle unseres Berufskollegs, um nach 14stündiger Fahrt endlich den ersten Schneeball mit Original Matreier Schnee zu formen. Direkt ging es in den Frühstückraum des Sporthotels Hohe Tauern um sich kurz zu stärken und im Anschluss das Skimaterial entgegenzunehmen. Der erste Tag dient stets der Erholung nach der langen Busfahrt und in Kleingruppen wird die Zeit meist zur Ortserkundung genutzt, während die schuleigenen Ski- und Snowboardlehrer derweil die Pistenverhältnisse testen und die Essenszeiten und Skipässe für die kommende Woche organisieren. Sonntagmorgen um 8 Uhr sitzen alle Schüler und Schülerinnen dann mit gesunder Motivation am Frühstückstisch und können den ersten Skitag auf über 2000 Meter Höhe kaum erwarten. Während die Skianfänger in „Pizzastellung“  die erste Abfahrt meistern, fahren die Fortgeschrittenen in Kleingruppen selbständig die blau/roten Pisten der Skischaukel Matrei und Kals ab. Die Snowboardanfänger quälen sich zeitgleich auf der Front- und Backside den Anfängerhügel hinunter zum Tellerlift. Der Unterricht am Vormittag geht von 10 bis 13 Uhr, ehe es dann zum Mittagessen ins Bergrestaurant geht. An diesem Sonntag passt einfach alles, strahlend blauer Himmel, bestens präparierte Pisten und freie Fahrt auf allen Pisten. Abends kehrt die ganze Truppe mitsamt den 4 Lehrkräften und 4 Betreuungspersonen in Sepps Panoramabar ein. DJ Rainbow übernimmt direkt das Ruder und bringt den Dancefloor zum kochen. Und da kommt wieder der Ausnahmestatus dieser Klassenfahrt zum Vorschein, Lehrer und Schüler feiern und tanzen zusammen, treten aber auch geschlossen den Heimweg an, ohne dass einer aus der Reihe tanzt. Am nächsten Morgen fällt der Weg zum Buffet etwas schwerer und alle fragen sich: „wo war ich in der Nacht von Freitag auf Montag...“ Trotzdem beginnen die Kurse pünktlich um 10 Uhr und an den folgenden beiden Tagen machen alle Schüler und Schülerinnen beachtliche Fortschritte auf den Brettern und kommen zumindest die blauen Pisten ungefährdet hinunter. Dienstagabend folgt dann das Highlight der Klassenfahrt: Es geht zum Rodelabend zur „Würfelehütte“ ins Virgental. Geschlossen muss die ganze Truppe erstmal den 4km langen Aufstieg zur Hütte meistern, um dann oben die Hütte im wahrsten Sinne des Wortes zu rocken. Gegen 23:30 Uhr dann der große Moment. Die Schlitten stehen draußen parat und zu zweit kann das Wettrennen Schüler gegen Lehrer losgehen. Wie immer ist es eine hauchdünne Entscheidung, doch einmal mehr konnte sich der 2er-Schlitten aus Alsdorf-Begau mit Kappes/Schneiderwind durchsetzen. Nach diesem turbulenten Abend war für mittwochs dann der Ruhetag eingeplant und die Schüler konnten ausschlafen und den Nachmittag im Spaßbad oder in der Therme verbringen. Zum Abschluss einer rundum gelungenen Skifahrt stand freitags dann die Skirallye an. 6 Gruppen mussten mit Kleiderkette, Hindernislauf oder Fotonachstellung im ganzen Skigebiet Punkte sammeln und sich zudem einen bekannten Skihit passend zur Klassenfahrt umdichten. Abends wurden die Schüler für ihre kreativen Leistungen prämiert und stießen bei Alois ein letztes Mal auf eine ganz besondere Fahrt an.