Am Freitag, dem 18. September feierte unser Berufskolleg gemeinsam mit dem Gymnasium der Stadt Herzogenrath ihr 25jähriges Bestehen im grünen Broichtal Herzogenraths.
In einer gemeinsamen Eröffnungsrede des Festaktes begrüßten die Schulleiter des Gymnasiums die beiden Oberstudiendirektoren Herr Reinhard Granz und Herr Christian Göbbels die anwesenden Gäste, darunter den Landrat des Kreises Aachen Herrn Carl Meulenbergh, den Bürgermeister der Stadt Herzogenrath Herrn Christoph von den Driesch, den Leitenden Regierungsschuldirektor Herrn Hartmut Müller von der Bezirksregierung Köln, den Kabinettschef des Ministers für Unterricht und Wissenschaftliche Forschung Herrn Joseph Dries, der den Festvortrag hielt, sowie Frau Marianne Lindvall, Internationell Koordinator des Burgården utbildningscentrum Göteborg.
Für das Gymnasium und das Berufskolleg sei der Blick auf die Euregio kein historisch verstaubter Auftrag, sondern eine aktuelle Aufgabe und ein selbstverständlicher Teil des Bildungsauftrags , sagte Reinhard Granz mit Blick auf die besondere geographische Lage der Stadt Herzogenrath in direkter Grenznähe zu den Niederlanden. Projekte wie die Eurode-Lernwerkstatt im Eurode Business Center mitten auf der Grenze schaftfen einen Lernort für die weiterführenden Schulen diesseits und jenseits der Grenze. Mit Leben gefüllt werde der internationalisierte Bildungsauftrag des Gymnasiums etwa durch Partnerschaften mit dem Colegiul National Liviu Rebreanu in Bistritz (Rumänien) oder die langjährigen Kontakte nach Frankreich und Irland. Christian Goebbels sprach anschließend über die Ziele des Berufskollegs. Junge Menschen müssten auf Studium oder Berufsleben in einer sich ständig wandelnden Wirtschafts- und Arbeitswelt vorbereitet werden, die sich immer stärker internationalisiere. Fremdsprachen und die Sensibilität für die kulturellen Unterschiede der Nachbarregionen seien gerade in der Euregio von hoher Bedeutung. Die Euregio sei sozusagen die vertraute Raumstation, in dem die jungen Menschen ihre Internationalität einüben könnten und die es ihnen ermögliche, weitere Schritte in den europäischen Raum zu wagen. Daher führe das Berufskolleg- demnächst mit dem Gütesiegel- „Europaschule“, auch unterschiedliche euregionale und europäische Projekte durch, die Zusatzqualifikationen wie etwa die «Euregiokompetenz» ermöglichen.
Als Schülervertreter zeigte Michael Hollands in seiner Rede die Durchlässigkeit der beiden Schulen auf. Nachdem er die Unter- und Mittelstufe des Gymnasiums in Herzogenrath absolviert hatte, wechselte er, da seine Interessen vor allen Dingen in wirtschaftlichen Bereichen gelegen hätten, in das Wirtschaftsgymnasium des Berufskollegs. Hier absolvierte er sein Abitur. Zur Zeit besucht er die Berufsschule am Berufskolleg und bereitet sich auf den Abschluss als Industriekaufmann vor. Er bedankte sich bei allen Lehrerinnen und Lehrern, denen es gelungen sei, „seine Schwächen zu schwächen und seine Stärken zu stärken“.
Für einen schwungvollen musikalischen Rahmen sorgte neben dem Schulorchester des Gymnasiums, das durch Herrn Oberstudienrat Dr. Eibach geleitet wird, auch Julia Schröder, Schülerin der Klasse 13 des Wirtschaftsgymnasiums. Der weitere Verlauf des Tages stand für die Schülerinnen und Schüler beider Schulen unter dem Motto „Gemeinsam geht’s“. Ein Fußballspiel, das von den Sportlehrern organisiert wurde, endete 10:2 für unsere Schulmannschaft.
Mit Hilfe einer Ralley hatten die Schülerinnen und Schüler Gelegenheit, die jeweils andere Schule kennen zu lernen. Den Gewinnern winken noch auszulosende Preise.
Im Mittelpunkt des weiteren Verlaufs stand der traditionelle „Malabon-Lauf“ des Gymnasiums, an dem sich in diesem Jahr auch ca. 300 Schülerinnen und Schüler und einige Lehrerinnen und Lehrer unserer Schule beteiligten. Bei strahlendem Sonnenschein machten sie sich als Walker, Rollstuhlfahrer und Läufer auf den Weg. Mit Hilfe selbst organisierter Sponsoren trugen sie mit jeder absolvierten Runde dazu bei, ein Straßenkinderprojekt in Manila zu unterstützen. Die gute Stimmung und der Applaus der Zuschauer regten manchen Teilnehmer an, noch eine weitere Runde zuzulegen.
Der Rückblick auf 25jährige gemeinsame Schulkultur endete mit einem Grillfest für beide Kollegien, die den Anforderungen der nächsten 25 Jahren optimistisch entgegen sehen.